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| Die Leschetizky-Bank |
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DER BEZIRKSSPAZIERGANG... von Doris Weis, Kustodin des Bezirksmuseums Der Türkenschanzpark beherbergt viele Denkmäler berühmter Persönlichkeiten. Darunter auch ein nicht ganz Alltägliches: „Die Leschetizky-Bank“Diese Bank wurde im Jahre 1911 noch zu Lebzeiten des damit Geehrten errichtet. Es ist eine mit einer hölzernen Sitzfläche versehene etwas gerundete Steinbank mit einer in der Mitte nach oben geschwungenen Marmorlehne. In dieser Mitte befindet sich das von Hugo Taglang geschaffene Portraitmedaillon, darunter die Darstellung einer Lyra flankiert von zwei Blumenvasen und darunter in großer Schrift „LESCHETIZKY“. Wer war nun dieser Mann? Theodor Leschetizky, am 22.6.1830 in Galizien geboren, war ein berühmter Klavierpädagoge, Pianist und Komponist. 1840 kam er nach Wien, wurde Schüler von Carl Czerny und debütierte 1884 mit seinem ersten selbständigen Programm im Wiener Musikverein. 1852 ging er nach St. Petersburg, wo er 25 Jahre lang Klavier unterrichtete und 1862 gemeinsam mit Anton Rubinstein das erste Konservatorium in Russland gründete. Mit seiner 2. Frau Annette Essipoff, einer Schülerin von ihm, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte, und die eine berühmte Konzertpianistin in der ganzen Welt war, zog er 1878 nach Wien und wohnte bis zu seinem Tod in der Weimarer Straße 60. Er führte ein sehr gastliches Haus, es trafen sich dort viele interessante Leute - Künstler, Aristokraten, Politiker. Ein besonderer Freund war Ludwig Bösendorfer. Er hatte zahlreiche Schüler (z.B. Ignacy Paderewski) und Schülerinnen, eine von ihnen wurde seine 3. Frau. Um 1900 begann er zu kränkeln, was ihn aber nicht hinderte 1908 ein 4. Mal - wieder eine Schülerin - zu heiraten. Am 14.11.1915, nach 2jähriger schwerer Krankheit - er saß zuletzt im Rollstuhl und war fast blind - starb er bei einem Besuch bei seinem Sohn Robert in Dresden. Erst 7 Jahre später wurde seine Urne in einem Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof beigesetzt. Im 18. Bezirk erinnert auch noch die Leschetizkygasse in Pötzleinsdorf an ihn.
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Die Leschetizky-Bank





